Der Preis für den Erfolg ist oftmals Einsamkeit. Wenn man mit so großen Namen wie Le Corbusier, Mies van der Rohe und Marcel Breuer genannt wird, ist man das noch nicht unbedingt. Wenn man allerdings eine Frau ist, dann ist das schon etwas Besonderes wenn nicht Einmaliges. Zumal im beginnenden 20. Jahrhundert Frauen bekanntlich nicht die Herde designten sondern eher davor standen.

Foto: classicon.com: Authorised by The World Licence Holder Aram Designs Ltd, London

Eileen Gray schaffte es jedoch in diesen elitären Kreis der modernen Designpäpste. So nahm sie es sich dann auch heraus, Le Corbusier zu widersprechen, der seine Wohnräume gerne als Wohnmaschinen bezeichnete. Sie stand eher auf dem Standpunkt, dass ein Mensch nicht in einer Maschine sondern eher in einer Muschel lebt und aus ihr heraus in seine Umwelt „ausgreift“. Eine wohl eher weibliche Sicht der Dinge, die nicht unbedingt dem sehr männlich geprägten Zeitgeist entsprach. Aus den Einflüssen des noch vorherrschenden Art Noveau und des Japonismus heraus schafft Gray es, ihren eigenen Stil und die moderne Interpretation des Ansatzes „form follows function“ zu entwickeln. Ihre Entwürfe sind dabei unpretentiös, schlicht und elegant. Ein berühmtes Beispiel dafür ist ihr Beistelltisch E.1027. Für ihre Werke verwendet sie dabei mit Vorliebe moderne Materialien wie Stahl und Glas.

Adjustable Table, Bibendum, Tube Light – Design Eileen Gray (Foto Francoise Halard), Authorised by The World Licence Holder Aram Designs Ltd, London

Ihre Originalwerke erzielen heute auf Kunstauktionen teilweise mehrere Millionen Euro. Einige ihrer Objekte werden heute noch in Lizenz hergestellt. Eine Möglichkeit sich so ein Meisterwerk ins Haus zu holen bietet z. B. ClassiCon.

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