In New York  ist quasi an jeder Ecke ein Starbucks zu finden, doch wenn ich einen suche, um mal eben eine Ladung Koffein zu tanken und mich ins WiFi einzuloggen, finde ich natürlich keinen. Da muss ich auch schon mal die Madison Avenue 20 Blocks in Richtung Downtown laufen, um fündig zu werden. Genervt, weil ich mir in den ganzen Boutiquen, an denen ich eben in der Madison Avenue vorbeigelaufen bin, sowieso nichts leisten kann und von der langen Suche außer Atem und erfroren, werde ich dann doch fündig, aber das WiFi funktioniert wieder mal nicht wirklich. Ich verbrenne mich an der zu heißen Vanilla Latte und frage mich: werde ich mir hier wohl jemals eine Wohnung leisten können und in der Madison Avenue einkaufen können?

Blick auf New York bei Nacht
New York bei Nacht

Weiter geht der Run durch den Big Apple auf der Suche nach dem besten Cheesecake der Welt, den es – New Yorkern zufolge – bei Junior’s gibt. Es ist schon dunkel, als ich nach weiteren 20 Blocks in Richtung Downtown und 3 Avenues in Richtung Westen endlich am Times Square ankomme. Aber irgendwie riecht es hier streng und überhaupt laufen hier viel zu viele Menschen rum – auf so etwas wie Ampeln achten hier weder Taxen noch Fußgänger. Ich schließe mich also der Masse an, laufe einfach über die Straße und gucke verwundert auf die Uhr: war es nicht eigentlich schon Abend? Ja, war es, nur merkt man das am Times Square nicht, da einen einfach aus jedem Winkel riesen große Banner in grellen Farben anstrahlen.

Nachdem sich eine unfreundliche New Yorkerin in der Warteschlange bei Junior’s vordrängelt, bestelle ich auch endlich, genieße den tatsächlich weltbesten Cheesecake – schaffe jedoch nur die Hälfte des riesen Stücks – und nehme die Subway in Richtung Uptown, um ins Hotel zurück zu fahren.

Käsekuchen New York
Junior’s Cheesecake

Erschöpft, wie auch an allen 7 Tagen zuvor, reflektiere ich noch einmal meinen Trip nach New York City und stelle fest, dass es trotz allem eine Reise in die (bisher) geilste Stadt der Welt war. Nirgends begegnete ich zuvor so freundlichen und hilfsbereiten Menschen, wie im Big Apple. Kaum sehen sie dich mit Koffer oder Stadtplan durch die Gegend irren, sprechen sie dich auch schon an. Die Sicht vom Rockefeller Center aus über die ganze Stadt ist atemberaubend und die Taxen fahren – wie man es aus Filmen kennt – tatsächlich in Schwärmen die Avenues rauf und runter. Dass zwei von fünf New Yorkern nicht in den USA geboren sind, merkt man tatsächlich erst vor Ort, wenn man mehr Verkäufer im Supermarkt Spanisch sprechen hört, als Englisch.

Auch wenn die Subway etwas heruntergekommen ist und man vor der ein oder anderen Gestalt Nachts schon mal Angst bekommen kann, ist New York City zu jeder Jahreszeit eine Reise wert, denn allein die breite Auswahl an Museen und die unzähligen architektonisch äußerst beeindruckenden Bauwerke überzeugen bereits. Also ich find’s supergeil!

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