Mit guten Vorsätzen ist das ja so eine Sache… Vermutlich haben sich die meisten von euch schon mal vorgenommen sich gesünder zu ernähren, sich mehr zu bewegen oder Ressourcen wie Strom und Wasser zu sparen. Doch wer kennt das nicht, im laufe der Zeit siegt meist die Bequemlichkeit über solch noble Vorhaben.
Statt das Rad nehmen wir das Auto und statt selbstgemachten Salat, gibt es dann doch schnell einen Schokoriegel.

Die „Pleasurable Troublemakers“, konzipiert und designt an der Folkwang Universität, sagen nun schlechten Angewohnheiten den Kampf an.
Denn diese Designs sind nicht nur dekorativ, sondern erfüllen vor allem einen Erziehungsauftrag.
Sie erinnern den Benutzer im Alltag laufend an seine schlechten Angewohnheiten und „gehen ihm solange auf die Nerven“, bis er diese ändert.

So zum Beispiel der „Keymoment“. Dieses Schlüsselbrett ermöglicht die getrennte Aufbewahrung von Auto- und Fahrradschlüssel. Wählt man den Autoschlüssel, fällt der Fahrradschlüssel zu Boden.

"Key Moment" - Pleasurable Troublemaker by Matthias Laschke & Marc Hassenzahl, 2014 Quelle: Screenshot der HP
„Key Moment“ – Pleasurable Troublemaker by Matthias Laschke & Marc Hassenzahl, 2014
Quelle: Screenshot der HP

 

Durch die „Choclate Machine“ soll die Selbstkontrolle trainiert werden. Der Automat wird über dem Schreibtisch befestigt und spuckt alle 40 bis 60 Minuten eine verpackte Schokokugel aus. Der Benutzer kann nun wählen ob er diese isst oder sie zurück in den Behälter legt. Ein Zähler zeigt die Anzahl der kontrollierten Handlungen an. Die Maschine basiert auf der Theorie der Ego Depletion, die davon ausgeht, dass Selbstkontrolle wie Muskelkraft trainiert werden kann. Hierzu führt die „Chocolate Machine“ ihren Besitzer ständig in Versuchung.

"The Chocolate Machine"  Pleasurable Troublemaker by Flavius Kehr | 2011 Supervised by Matthias Laschke & Marc Hassenzahl Quelle: Screenshot der HP
„The Chocolate Machine“
Pleasurable Troublemaker by Flavius Kehr,  2011
Supervised by Matthias Laschke & Marc Hassenzahl
Quelle: Screenshot der HP

 

Beim Wassersparen hilft der „Shower Calendar“. Er besteht aus einem Display mit Kalender Matrix, der in der Dusche angebracht wird. Auf Knopfdruck erscheint unter dem aktuellen Datum ein großer Punkt. Dieser steht für 60 Liter Wasser. Der Punkt wird immer kleiner, je mehr Wasser verbraucht wird und stoppt, wenn der Benutzer das Wasser ausstellt.
Sind die 60 Liter erreicht ist nur noch eine sehr kleine, gerade noch sichtbare Aufzeichnung vorhanden.

"Shower Calendar" - Pleasurable Troublemaker by Matthias Laschke & Marc Hassenzahl, 2010
„Shower Calendar“ – Pleasurable Troublemaker by Matthias Laschke & Marc Hassenzahl, 2010

 

Weitere clevere Designs findet ihr unter http://www.pleasurabletroublemakers.com/

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