Wearable Clothing“ nennt sich die erste virtuelle Umkleidekabine, die von dem Fashion Label „Urban Research” im Juni 2014 als Pop-up zu Testzwecken installiert wurde.

Der Vorteil: Die Kabinen können an allen beliebigen Plätzen aufgestellt werden.
Die einzigen Grundvoraussetzungen: genug Platz, Strom und Wifi.

Hat ein potentieller Kunde die Kabine betreten, scannt eine Kamera seinen Körper. Anschließend können die Kollektionen der Marke virtuell anprobiert werden. Mittels Kinect Software reagiert der virtuelle „Spiegel“ in Echtzeit auf die Bewegungen der Nutzer und simuliert sogar die Beschaffenheit der Materialien und Stoffe.
Was gefällt kann anschließend auch gleich gekauft werden. Hierfür erhält der Nutzer auf Knopfdruck einen QR Code, mit dem er zum Online Shop des Labels gelangt.

Diese „Tryvertising“ Technologie wird in Japan seit einigen Jahren entwickelt. Ein erfolgreiches Beispiel ist der „digital cosmetic mirror“ der Kosmetik Marke Shiseido.

Bis wir in den Genuss solcher virtuellen Kabinen kommen, müssen wir wohl noch warten. Zwar plant „Urban Research“ bereits für 2014 sechs weitere virtuelle Kabinen, beschränkt werden diese jedoch vorerst auf den asiatischen Markt. Bis 2020 sollen dann 100 weitere Automaten folgen – auch in den USA.

Der Vorteil für das Unternehmen: Die virtuellen Shops sind viel günstiger als die Eröffnung tatsächlicher Niederlassungen in neuen Regionen. Deshalb plant „Urban Research“ seinen E-Commerce Bereich weiter auszubauen.

"Wearable Fashion" Quelle: Screenshot http://www.fashionsnap.com, all rights reserved
„Wearable Fashion“
Quelle: Screenshot http://www.fashionsnap.com,
all rights reserved

Es bleibt jedoch fraglich, ob diese Version des virtuellen Einzelhandels wirklich echte Filialen und deren Mitarbeiter ersetzen kann…

Die Idee der virtuellen Kabine finden wir allerdings sehr spannend.
 

 

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