Ziegelsteine sind in der Architektur nichts neues, aber: sie werden in der modernen Bauweise vollkommen neu interpretiert. Eine der aktuellsten Varianten sind Photovoltaik-Glasziegel, bei der das ökologische Material Glas in einer modernen Beleuchtungs- und Energiesparkomposition Anwendung findet. Sie sind als begehbare Glasziegel konzipiert, die im Boden versenkt werden können und dabei von der Sonnenenergie gespeist werden. Auf diese Weise lassen sich öffentliche Plätze, ebenso wie der private Garten, indirekt beleuchten, ohne dass Stromkabel oder lästige Wartungen nötig wären.

Wirft man einen Blick zurück in die Geschichte, wird deutlich, dass Ziegel, insbesondere gebrannte Ziegel, schon immer eine bedeutende Rolle spielten. Sie sind wohl eines der ältesten Baumaterialien der Menschheit, die ersten Funde datieren etwa 8.000 bis 6.000 v.Chr.

Auch heute sind gebrannte Ziegel nach wie vor in der Baukunst zu finden und das nicht umsonst: Sie sind besonders nachhaltig, bestehen sie doch größtenteils aus organischen Materialien, und überzeugen durch eine langlebige und den Umwelteinflüssen trotzende Schönheit. Zahlreiche monumentale Bauten, man denke nur an die Kuppel des Doms von Florenz oder auch an die chinesische Mauer, sind der Beweis dafür.

Lange Zeit schien es jedoch, als passten Ziegelsteine und moderne Architektur nicht zusammen: Glas und Stahl lösten im 20. Jahrhundert die gebrannten Ziegel ab und dominierten damit die Silhouette großer Bauten. Ziegel standen hingegen im Widerspruch zu lichtdurchfluteten Räumen und erinnerten stattdessen an die Düsternis einer Kathedrale.

In der zeitgenössischen Architektur erfreuen sie sich jedoch wieder großer Beliebtheit und Architekten beweisen, dass sie sich beispielsweise durch eine geometriebetonte Bauweise sehr wohl harmonisch in eine lichtdurchflutete und designorientierte Gesamtkomposition einfügen können.

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