Unsere Großstädte werden „Anti“. Ob in Madrid, London, Paris oder New York: Anti-Obdachlose, Anti-Graffiti und Anti-Skate liegen derzeit voll im Trend.

Das spiegelt sich auch in der Architektur wider. Auf immer mehr privaten und öffentlichen Plätzen wird versucht, mittels baulicher Maßnahmen ungeliebte Aktionen zu vermeiden und die Kontrolle über die urbanen Räume wieder her zustellen.

Hier wird nicht gesprüht!

Hier wird nicht rumgelungert!

Sind die Maßnahmen gegen Skateboardfahrer und Graffiti noch halbwegs verständlich, so sind die Vorkehrungen gegen Obdachlose doch mehr als fragwürdig.

Zum Beispiel sollen Spikes außerhalb eines Wohnhauses Obdachlose daran hindern, sich niederzulassen. Die Botschaft ist ganz klar: Ihr seid hier nicht willkommen!

 

Defensive Architecture, Bum-Free (c) Nil Norman, all rights reserved
Defensive Architecture, Bum-Free
(c) Nil Norman, all rights reserved

 

Um auf diesen Trend aufmerksam zu machen, hat der Londoner Fotograf Nils Norman diese, wie er sie nennt „defensive Architecture“ in Metropolen dokumentiert und die „Anti-Bereiche“ des modernen, städtischen Lebens in Bilder gefasst. Die Bilder findet ihr mit Kommentaren auf der Homepage von Nils Norman.

 

Defensive Architecture, Bum-Free (c) Nil Norman, all rights reserved
Defensive Architecture, Bum-Free
(c) Nil Norman, all rights reserved
Defensive Architecture, Anti-Skate (c) Nil Norman, all rights reserved
Defensive Architecture, Anti-Skate
(c) Nil Norman, all rights reserved

 

Uns haben hat die Serie von Nils Norman zum nachdenken gebracht, denn mal ganz ehrlich, wollen wir wirklich in Anti-Städten leben?

 

 

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