Wenn man in Essen ist, denkt man an Bergbau, an Zechen oder an Folkwang, vielleicht sogar an die Grugahalle oder eventuell noch an die Essen Motor Show , aber bestimmt nicht an Margarethe.
Essen
Margarethe? Margarethe trug den Nachnamen Krupp und das macht sie dann schon wieder bekannter…
Margarethe, Gattin von Alfred Krupp, gab einer ganz spannenden Siedlung den Namen. Die Margarethenhöhe ist ein Stadtteil im Süden von Essen, der mit dem Ziel gebaut wurde, günstigen Wohnraum für Angestellte und Mitarbeiter des Krupp-Konzerns zu schaffen (aber nicht nur für diese).
Essen
Wenn man durch diesen Stadtteil fährt, hat man das Gefühl, Essen verlassen zu haben und sich in einer anderen Zeit zu bewegen (aus diesem Grund sind auch alle Fotos in schwarzweiss oder sepia, das MUSSTE einfach sein).
Essen Krupp
Wenn man das große Eingangstor passiert hat, lässt man die profane Welt hinter sich und taucht ein in eine Welt, andere Zeit, andere Architektur, anderer Kontinent. Könnte England sein. Mit niederländischen Einschüssen und deutscher Weihnachtsdeko…
Krupp Siedlung Essen
Ein Foto muss man dann doch in Farbe einspielen: Die Fenster und Türen sind so wundervoll grün…
Wer auf der Margarethenhöhe eine der heiß begehrten Wohnungen bekommt, muss sich im Klaren sein, dass er irgendwie in einem Museum wohnt und dass er sich auch so verhalten muss (gilt natürlich auch für die Besucher).
Krupp Siedlung
Wer sich für die Wohnungen interessiert, für den hält das Ruhrmuseum  eine Musterwohnung bereit, die den vom Architekten Georg Metzendorf entscheidend geprägten wohnkulturellen Standards präsentiert.
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Edeka Margarethenhöhe Essen
 Das Herzstück der Anlage ist ein Marktplatz mit einem etwas anderen EDEKA Supermarkt auf der einen Seite und dem Gasthaus zur Margarethenhöhe auf der gegenüberliegenden Seite.
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Der Spaziergang durch die Siedlung führt vorbei an liebevoll dekorierten Fenstern und Eingängen. Wer hier lebt, scheint es mit Stolz zu tun und sich bewusst zu sein, in einer anderen Welt zu leben. Für das Privileg, hier wohnen zu dürfen, muss der Bewohner auch lange Wartelisten in Kauf nehmen.
Was aber hat das alles mit unserer perfekten Mieterin zu tun? Ganz einfach: Wir haben sie „verkleidet“ und sie war es, die uns mit schönen Anekdoten zur Margarethehöhe versorgte und die eine perfekt Fremdenführerin durch eine verzauberte Welt war. Jammerschade, dass sie jetzt für unser Musikmagazin schreibt und dadurch nur ganz wenig Zeit hat, hier die perfekte Mieterin zu spielen…
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Nochmals zurück zur Margarethenhöhe: Wer Lust auf weitere virtuelle Spaziergänge hat sollte auf der Seite „route industriekultur“ vorbei schauen. Dort findet er nicht nur Siedlungen wie die Margarethenhöhe, sondern auch Hintergrundsinformationen und Themenrouten.
Eines steht nach unserem Streifzug durch Essen auf alle Fälle fest: Das werden wir sicherlich öfter machen…!

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