Auf Blickfang in München

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©blickfang
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Ausgefallen, nachhaltig und `Made in Germany`- das waren die dominanten Themen der blickfang Messe in München. 100 internationale Möbel-, Mode- und Schmuckdesigner ließen vom 8. Bis 10. April die Herzen der Designliebhaber ein wenig höher schlagen.

Ob „fleischgewordene“ Kissen, Haute Couture oder stapelbare Möbel – Designenthusiasten finden auf der blickfang frische, innovative und junge Ideen abseits der Stangenware. Dabei rümpfen die Designer jedoch nicht die Nase gen Himmel, sondern sind für alle Fragen offen und für den Besucher zum Greifen nahe. Nicht umsonst besuchen über 90.000 Menschen die Messe

In der Kürze liegt die Würze – Was macht die blickfang aus?

  • Die blickfang findet seit fast 25 Jahren jährlich an den sechs europäischen Standorten Basel, Hamburg, München, Stuttgart, Wien und Zürich statt und ist das größte Design Shopping Event in Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Über 700 Designer beteiligen sich an der blickfang jährlich
  • Möbel, Produkte, Mode und Schmuck werden auf der Messe ausgestellt
  • Um auf der blickfang ausstellen zu dürfen, muss man sich zunächst bewerben und dann von einer Fachjury auserwählt werden
  • Innerhalb jeder blickfang Messe wird der MINI Designpreis an die besten Aussteller verliehen. Dieser ist mit 3.000 Euro Preisgeld datiert. Dieses Jahr gewannen ihn in der Kategorie Möbel & Produkt Jonas Hansen sowie im Bereich Mode & Schmuck: Yoko Takirai Jewellery

Warum sich ein blickfang Besuch lohnt? 

Abgesehen davon, dass man leicht Zugang zu neuen Trends findet, liegt der Geschäftsführerin Jennifer Reaves ein anderer Punkt am Herzen:

„Wenn man den Designer kennt, entwickeln Gegenstände Leben.“

Ich für meinen Teil, kann ihr hierbei nur vollauf zustimmen. Bei jedem Interview, das ich mit den verschiedenen Designern geführt habe, bekam ich mehr und mehr Verständnis für die Arbeit und die Preispolitik des Designers.

Die Blickfänge – Eine Vorstellung ausgewählter Designer

Elie – Mode
©blickfang
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Frei nach dem Motto „auch ein schöner Rücken kann entzücken“ lösen die zwei sympathischen Schweizerinnen von Elie ein Problem, dass jeder Frau bekannt ist, auf eine wunderhübsche Art und Weise: sie entwickeln einen BH, der Halt gibt und den Rücken mit schönen Ketten und Perlen aus Naturmaterialien schmückt. So kann man endlich ein rückenfreies Oberteil tragen, ohne Gefahr zu laufen, dass ein lästiger Klebe-BH verrutscht oder unschöne Träger den Look ruinieren.

©blickfang
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Dabei gehen Elena Corazza und Stephanie Althaus stets auf die individuellen Wünsche der Kundinnen ein und bieten sogar an, das Schmuckelement komplett nach eigenen Wünschen zusammenzustellen. Zwar sind ihre BHs preislich nicht günstig (Startpreis liegt bei etwa. 160 Euro), jedoch lohnt sich jeder Cent! Denn die BHs haben absolutes Lieblingsstück-Potential! Die Naturmaterialien bieten außerdem den Vorteil, dass Schweiß kein Problem darstellt, da keine Gefahr des Rostens besteht. Sollte die Kette reißen, oder andere Produktprobleme auftreten, darf man den BH außerdem für eine kostenlose Reparatur einschicken.

Aufschnitt  – Textilien
©Alina Schuljak
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„Gleich schmeiß ich dir eine Mortadella ins Gesicht“

– so in etwa sähe eine Kissenschlacht mit Aufschnitt aus! Die erste Textil-Fleischerei überzeugt mit Witz, Liebe zum Detail und qualitativen Produkten. Warum nicht mal auf einer Keule knien statt sie zu kauen? „Aufschnitt Berlin steht für grotesken Humor, der in seiner Absurdität den Zeitgeist unserer Gesellschaft wiederspiegelt“ heißt es auf ihrer eigenen Homepage.  Mit ihren skurrilen Motiven und den hochwertigen Materialien sind die Produkte von Aufschnitt unverwechselbar! Dass die Idee dafür zudem von einer langjährigen Vegetarierin kommt, verleiht dem ganzen noch mehr Kuriosität und Charme: „Aufschnitt Berlin erfand sich als Wortspiel aus dem Wort Schnittkonstruktion, die Grundlage für die Erstellung von Bekleidung und dem Fleischerfachausdruck Aufschnitt im Sinne von geschnittenem Fleisch. Paradoxerweise ist Silvia Wald selbst Vegetarierin, liebte es aber Ihren Kunden der Modeindustrie kleine Miniansteckwürstchen als Werbepräsent zu überreichen.“ Diese kamen, dann so gut an, dass die Gründerin Silvia Wald 2007 gleich eine ganze Kollektion für jedweden Fleischtyp entwarf.

©Alina Schuljak
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Kommod – Möbel

„Wir sind kommod.

Was wir machen ist kommod.

Also einfach, praktisch und angenehm“

©Alina Schuljak
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Die Möbelbauer aus Bayern haben die nötige Flexibilität von Mäbeln bi dem heute oftmals sehr variablen Lebensumständen verstanden und ihre Möbel daran angepasst. Sie erklären weiter weswegen sie ihre Möbel selbst als einfach, praktisch und angenehm wahrnehmen: „Angenehm im Sinne von hoher ästhetischer und haptischer Qualität. Praktisch im Sinne von flexibler Lebensumstände und unterschiedlichen Ansprüchen. Einfach im Sinne von simpler Handhabung und verständlichem Design.“

©Alina Schuljak
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Das leitende Prinzip ihrer Möbel ist folglich, dass sie sich anpassen können müssen. Ein Beispiel: Der FLOTS Allzweckhaler lässt sich ohne Schrauben und Dübel anbringen und reversibel entfernen. Möglich macht dies ein universell haftendes Gelpad an einer Metallscheibe in Kombination mit einem Magneten, der im Holzstab verbaut wurde. Nachhaltigkeit ist kommod des Weiteren sehr wichtig. Daher betonen sie, dass von der Idee bis zum Produkt alles „Made in Bayern“ sei.

Lou-I – Kopfschmuck
©Alina Schuljak
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„Ich hasse es, dass jeder mit einer New York Yankees Cap rumläuft, also hab’ ich gedacht, ich mache was anderes“

erklärt mir der Jungdesigner Manu Hornung und lacht. Was an seinen Caps anders ist? Der Schirm besteht aus echtem Holz! „Der Grundgedanke war, ein Produkt, das wir lieben und uns überall begleitet, mit einem nachhaltigen, nachwachsenden Rohstoff zu vereinen. Schnell war klar, dass der Schirm aus dem natürlichsten aller Werkstoffe – Holz – sein soll“ erklärt der Designer auf seiner Homepage. Die Vorteile eines Holzschirms: jede Cap ist ein Unikat, da die Holzmaserung immer individuell ist. Des Weiteren handelt es sich um einen nachhaltigen Rohstoff. Durch eine bestimmte Verarbeitungsweise lässt sich der Schirm auch ohne Probleme biegen, ist sehr leicht und sieht einfach nur klasse aus!

Produziert wird der Kopfschmuck übrigens zu 100% in Deutschland

Sonstige wundervolle Designer

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